Der erste Urlaub zu viert führte uns nach Helgoland. Eigentlich reisten wir sogar zu fünft, denn auch Opa war mit dabei. Er hatte sich anlässlich seines 60. Geburtstags selbst eine kleine Insel-Auszeit geschenkt – und wir beschlossen, ihn zu überraschen und für den gleichen Zeitraum eine Wohnung auf dem Nordeee-Eiland zu mieten. Doch bevor es losgehen konnte, stand für Till wieder mal eine OP an seinem Abszess an, welches leider wiedergekehrt war. Diesmal wurde es richtig knapp bis zum Urlaubsbeginn und wir zitterten darum, den Kurztrip stornieren zu müssen. OP-Termin war der 19. Juni und am 22. Juni ging es bereits nach Helgoland. Zum Glück blieb es bei zwei stationären Tagen und einem „Go“ bei der Nachkontrolle am Tag vor der Abreise, sodass wir flugs die Fährtickets buchten, packten und in der gleichen Nacht losfuhren – wohlwissend, dass vor dem anstehenden USA-Urlaub im August eine weitere, diesmal größere OP fällig sein würde.

Die Schifffahrt wurde ein anstrengendes Unterfangen, weil immer jemand hinter Dauerläufer Till herflitzen musste, der das gesamte Schiff über alle drei Decks unsicher machte. Nach der Ankunft besuchten wir noch kurz einen der beiden Inselspielplätze. Man merkte Till aber noch die Übermüdung und den tagelangen Antibiotikum-Konsum an, sodass an allzu langes Spiel nicht zu denken war. Das bleib auch während der Tage an der Nordsee so. Für seine Verhältnisse war er nicht sehr agil und eher etwas weinerlich. Dafür schlief Thea viel und tat das, was die allzu oft tun musste: nebenher mitlaufen. Vieles war auf Till zugeschnitten – was natürlich auch daran lag, dass sie noch in der Trage mitgeschleppt wurde.

Am Morgen des 23. Juni marschierten wir mit Eimerchen und Schäufelchen an den Strand bei den Börtebooten im Unterland. Nachmittags drehten wir eine Runde im Oberland und besuchten zu Tills Freude die „MähMähs“. Auch am nächsten Tag drehten wir dort eine Runde, diesmal allerdings mit Fokus auf die Basstölpel-Kolonien. Nachmittags ging es an den größeren Strand nahe der Jugendherberge, wo wir Sandburgen bauten und bei Sonnenschein im Wasser plantschten. Überhaupt spielte das Wetter an allen Tagen perfekt mit. Es waren immer über 20 Grad und blauer Himmel! An den letzten beiden Tagen fuhren wir vormittags auf die Düne und nachmittags ging es zum Spielplatz. Die Abende ließen wir es uns in diversen Restaurants gut gehen. Viel zu bald endeten fünf erholsame Tage auf „unserer“ Nordseeinsel.


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